Kann CBD bei Herzrasen & Herzrhythmusstörungen helfen?
CBD Herzrhythmusstörungen

Kann CBD bei Herzrasen & Herzrhythmusstörungen helfen?

Fakten

  • Ob CBD bei Herzproblemen wirklich helfen kann, muss noch in weiteren Studien erforscht werden.
  • Klar hingegen ist, dass CBD einen positiven Einfluss auf die Rezeptoren und Botenstoffe im Körper nimmt.
  • Die Dosierung von CBD bei Herzerkrankungen sollte immer mit einem Arzt besprochen werden.

Sobald das eigene Herz spürbar stolpert, kann dies zu Angstzuständen führen. Ähnliches gilt auch für das Herzrasen. Hervorgerufen werden das Herzstolpern und das Herzrasen durch Unregelmäßigkeiten des Herzschlages. Viele stellen sich dann die Frage, ob die Einnahme von CBD (Cannabinoid) sich positiv auf das Herzrasen und die Herzrhythmusstörungen auswirken kann.

Was versteht man unter Herzrhythmusstörungen und Herzrasen?

Der Facharzt spricht bei einer solchen Funktionsstörung des Herzens von einer Arrhythmie, da der Herzschlag von Signalen bestimmt wird, die die Pumpaktion des Organs steuern. Liegt eine Arrhythmie vor kommt es zu Störungen der Signale, sodass diese nicht in der korrekten Weise gebildet und weitergeleitet werden. Die Folge sind Abweichungen beim Herzschlag.

Bei solchen Abweichungen kommt es nicht zwangsläufig zum Herzrasen, sondern das Herz kann auch langsamer als üblich schlagen. In den meisten Fällen prägt sich bei Betroffenen eher das Herzrasen ein, da dies sehr bedrohlich erscheint.

Die verschiedenen Phänomene und ihre Wahrnehmung

Eine Arrhythmie kann sich sehr unterschiedlich äußern. Durch die verschiedenen Arten der Abweichungen ist es für Betroffene meist nicht einfach, die Symptome der Herzprobleme richtig zu deuten und zu bewerten. Zudem nehmen nicht alle Menschen die Herzrhythmusstörungen als solche wahr. Solche Symptome können genauso gut im Stillen verlaufen und werden weder als Herzrasen noch als Herzstolpern wahrgenommen.

PhänomenWahrnehmung
Tachykardie – Herzrasenes kommt zu einem gesteigerten Herzschlag – das Herz schlägt zu schnell; Betroffene spüren dies durch ein unangenehmes Herzrasen, sodass sie oft das Gefühl haben, dass der Herzrhythmus aus dem Takt gerät; typisch dafür sind Brustschmerzen, Herzklopfen, Benommenheit, Kurzatmigkeit; es kommt zu einer kurzzeitigen Unterversorgung des Herzens mit Blut (Ischämie);
Bradykardie – Herz schlägt zu langsamder Rhythmus des Herzens ist zu langsam; bei einem Erwachsenen liegt die Herzschlagfrequenz unter 60 Schlägen pro Minute; es muss sich hierbei jedoch nicht zwangsläufig um eine Störung handeln, denn gut trainierte Ausdauersportler haben in Ruhephasen oftmals eine verringerte Herzfrequenz, die bei einer Belastung angemessen steigt; der langsame Herzschlag kann jedoch bei Betroffenen als unangenehm und als potentielle Bedrohung empfunden werden;
Herzstolpern und andere Störungenes kommt zu Herzschlägen, die unabhängig vom normalen Herzrhythmus sind; Fachleute sprechen von Extrasystolen; diese treten oft in Kombination mit einer verringerten oder einer gesteigerten Herzfrequenz auf;

Wie werden die Veränderungen beim Herzschlag wahrgenommen?

Nicht alle Betroffene bemerken die Veränderungen bei ihrem Herzrhythmus und doch kann es zu einer deutlichen Wahrnehmung der Veränderungen kommen. Diese äußern sich folgendermaßen:

  • klassisches Herzrasen
  • Unruhe
  • fühlbares Herzstolpern
  • Nervosität
  • Angststörungen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Benommenheit bis hin zu Ohnmachtsanfällen

Solche Beschwerden und Symptome haben bei den Betroffenen meist Folgewirkungen. Dies gilt insbesondere dann, wenn man bisher noch nichts von den Herzrhythmusstörungen wusste. Es kann zu Angst und Panikattacken kommen.

Können Herzschlag-Veränderungen lebensgefährlich sein?

Um dies zu beurteilen, ist es wichtig, dass der Arzt weiß, an welcher Stelle im Herzen die Arrhythmien entstehen.

Kommt es zum Kammerflimmern in einer Herzkammer, kann das Herz nicht ausreichend Blut durch die Blutgefäße in den restlichen Körper pumpen. Der Blutfluss ist gestört. Betroffene werden hier schnell bewusstlos, sodass ärztliche Hilfe unabdingbar wird.

Eine regelmäßige Störung am Vorhof des Herzens hingegen ist ungefährlicher. Mediziner sprechen vom Vorhofflimmern. Selbst wenn das Vorhofflimmern nicht lebensgefährlich ist, so sollte diese Erscheinung nicht als harmlos betrachtet werden. Unter Umständen kann sich hier das Schlaganfallrisiko erhöhen. Beim Schlaganfall handelt es sich um einen ernsthaften Gesundheitszustand, der in den Bereich der kardiovaskulären Erkrankungen fällt.

Zum kardiovaskulären Risikoprofil gehören auch Menschen mit einem erhöhten Augeninnendruck, die sich in ärztlicher Behandlung befinden. Studien beweisen, dass sich das Risiko eines Schlaganfalls um bis zu 34 % und das Risiko eines Herzinfarkts (Myokardinfarkt) bzw. Die Reduzierung der Infarktgröße um bis zu 21 % senken lässt. In weiteren Studien lässt sich belegen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Demenz, einer Herzinsuffizienz und der Sterblichkeit ebenfalls abnahm.

Was sind die Ursachen für eine Veränderung des Herzschlages?

In der Regel gehen Rhythmusstörungen des Herzens auf Störungen der Signalübertragung zurück. Aber auch weitere Krankheiten können die Ursache für den unregelmäßigen Herzschlag sein:

  • Funktionsstörungen der Schilddrüse
  • Kaliummangel (Hypokaliämie)
  • Entzündungen des Herzmuskels
  • Herzerkrankungen (koronare Herzerkrankung oder Kardiomyopathie)

Ebenso können psychische Belastungen und Erkrankungen bei vielen Menschen zu einem unregelmäßigen Herzschlag führen. Zu nennen sind hier Depressionen, Angststörungen oder ähnliche psychische Krankheitsbilder.

Selbst für den Mediziner ist es nicht immer einfach die genaue Ursache für einen unregelmäßigen Herzschlag zu finden. Dies gilt insbesondere dann, wenn keine der erwähnten organischen Primärerkrankungen diagnostiziert werden können. Zudem können auch vollkommen gesunde Menschen hin und wieder an Unregelmäßigkeiten des Herzschlages leiden.

Gerade bei gesunden Personen kommt es immer wieder zu Extrasystolen, insbesondere dann, wenn man sich in einer Belastungssituation befindet oder der Konsum von Kaffee, Alkohol bzw. Nikotin sehr hoch war.

Wozu dient das Herz-Kreislauf-System?

Das Herz-Kreislauf-System spielt eine physiologische Rolle im Körper und besteht aus Herz, Lunge und Blutgefäßen. Es transportiert Hormone, Sauerstoff und Nährstoffe über die Blutbahnen in die Zellen. Auf gleichem Weg werden auch Abfallprodukte wie Kohlendioxid und stickstoffhaltige Abfälle entsorgt.

Wie hilft Cannabidiol (CBD) bei einem unregelmäßigen Herzschlag?

Störungen des Herzrhythmus müssen immer von einem Arzt abgeklärt werden. Wird eine organische Primärerkrankung festgestellt, dann muss diese in erster Linie behandelt werden. Nur so kann auf die Unregelmäßigkeiten des Herzschlages eingewirkt werden.

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es noch keine Studien, die eine Wirksamkeit von Cannabidiol (CBD) bei Herzrhythmusstörungen belegen können. Dennoch zeigen wiederum andere Studien und auch Erfahrungsberichte von Nutzern, dass CBD im Zusammenhang mit Angststörungen sehr positiv auf die damit verbundene Unruhe einwirken kann.

Gerade bei Angststörungen kommt es zu Veränderungen des Herzschlages (Herzrasen, Panikattacken, Schweißausbrüche). Betroffene befinden sich nicht selten in einer Art Teufelskreis, denn das Herzrasen führt zu weiterer Panik und einem Gefühl von Lebensgefahr.

Wie kann CBD hier helfen?

Hat man die potenzielle Wirkung von CBD auf den menschlichen Organismus verstanden, wird man auch hier die Zusammenhänge besser verstehen.

Das Endocannabinoid-System

CBD aus Hanf gehört zu den Cannabinoiden, biochemische Substanzen mit bestimmten Eigenschaften. Während der Erforschung der Cannabinoide aus der Hanfpflanze hat man im menschlichen Körper ein Phänomen entdeckt:

Cannabinoide werden von unserem Organismus gebildet. Die Rede ist von Endocannabinoiden, welche als Botenstoffe im Nervensystem fungieren. Im kompletten Körper befinden sich Rezeptor-Stellen, die sich mit den Endocannabinoiden verbinden können. Die Folge ist eine Signalübertragung an die Zellen und das Gehirn.

Dies bedeutet, dass Funktionen wie Schmerz oder Schläfrigkeit unter anderem von den Botenstoffen, den Neutransmittern gesteuert werden. CBD kann ebenfalls an diesen Rezeptoren andocken und so auf bestimmte physiologische Vorgänge im Körper Einfluss nehmen. Bestimmte Botenstoffe und Signalübertragungen steuern die Herzfrequenz. Kommt es also zu Herzrasen, dass bedeutet dies, dass ein Botenstoff die höhere Schlagfrequenz des Herzens ausgelöst hat.

Kann CBD Einfluss auf bestimmte Botenstoffe und Rezeptoren nehmen, dann kann es auch das Phänomen Herzrasen sowohl in die eine wie auch in die andere Richtung beeinflussen.

Wirkungen auf die Herzfrequenz

Der CB1-Rezeptor ist für eine Reihe von physiologischen Funktionen im Organismus verantwortlich. Verbindet sich das CBD mit diesem Rezeptor, dann kann die Steigerung der Herzfrequenz gehemmt werden, welche durch andere Botenstoffe zuvor ausgelöst wurde. Dies hat man im Zusammenhang mit einem weiteren Cannabinoid, dem THC, festgestellt.

Bei THC (Tetrahydrocannabinoid) handelt es sich um ein rauscherzeugendes, psychoaktives Cannabinoid, welches man ebenfalls in Hanf findet. THC hat aber nicht nur eine Rauschwirkung, sondern es dient auch der Steigerung der Herzfrequenz sowie der Appetitanregung. Führt man dem Körper gleichzeitig THC und CBD in ausreichender Menge zu, können die Effekte, die zu einer Steigerung der Herzfrequenz führen, gehemmt werden.

Auch wenn hier noch weitere Forschungen vonnöten sind, zeichnet sich ein abmildernder Effekt bei Herzrasen durch CBD ab. Es müssen jetzt nur noch Untersuchungen erfolgen, die belegen ob und wie CBD allgemein auf die Herzfrequenz und somit auf das Herzrasen Einfluss nimmt.

Der Körper schüttet in Stresssituationen das Hormon Glucocorticoid aus. Cannabidiol kann diese Ausschüttung nachweislich hemmen und somit auch die die Größe eines Infarktes beeinflussen.

Einfluss auf Botenstoffe und andere Rezeptoren

Bisher zeigen die Forschungen, dass CBD ebenfalls Einfluss auf andere Botenstoffe und Rezeptoren nimmt, zum Beispiel die Botenstoffe für die Schmerzregulation. CBD wirkt außerdem auf den Botenstoff Adenosin. Dieser Botenstoff blockiert die Ausschüttung von intensiv aktivierenden Neurotransmittern wie etwa Noradrenalin, Dopamin und Acetylcholin. In der Folge können Blutgefäße geweitet werden und es kommt zu einer Senkung des Blutdrucks. Dieser Effekt wirkt sich ebenfalls auf den Herzschlag und das Herzrasen aus.

Gegen Angst

Studien beweisen ebenfalls, dass CBD auf bestimmte Gehirn-Areale in denen Angst entsteht direkt wirkt. Die Rede ist hier von den Botenstoffen Glutamat und Serotonin sowie auf eine direkte Einwirkung auf die Amygdala, dem Zentrum der Angstentstehung. Des Weiteren hat CBD eine antidepressive Wirkung, denn depressive Störungen können die Phänomene Herzrasen, Herzklopfen sowie Veränderungen der Herzfrequenz beeinflussen.

CBD bei unregelmäßigem Herzschlag?

Bisherige wissenschaftliche Studien zeigen, dass CBD ein großes Anwendungspotenzial hat und bei vielen gesundheitlichen Beschwerden und Funktionsstörungen helfen kann. Dazu könnten auch das Herzrasen und die Herzrhythmusstörungen gehören, insbesondere dann, wenn diese mit psychischen Störungen in Zusammenhang stehen.

Kommt es im Rahmen einer depressiven Verstimmung zu Herzrasen, dann deutet sich ein positiver Einfluss von CBD-Öl an. Weitere Forschungen sollen belegen, inwieweit CBD auch bei organischen Funktionsstörungen des Herzens infrage kommt. Heute kann jedoch schon gesagt werden, dass sich CBD positiv auf den Kreislauf und das Herz auswirkt.

Dosierung und Nebenwirkungen

Die Dosierung von CBD bei einer Herzkrankheit sollte mit dem Arzt besprochen werden. CBD-Öle gibt es in verschiedenen Konzentrationen und mit unterschiedlichen Wirkstoffen, sodass dadurch die Einnahme der Tropfen als tägliche Dosis stark abweichen kann.  Die Einnahme ist abhängig von der Intensität der Beschwerden und des Körpergewichts. Von starken Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten wurde bisher noch nichts berichtet.

Zusammenfassung

Zahlreiche Studien beweisen, dass CBD einen positiven Einfluss auf Botenstoffe und Rezeptoren im menschlichen Körper hat – dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit psychischen Störungen. Inwieweit dies auch auf organischen Störungen zutrifft, müssen weitere Studien noch beweisen. Bei CBD handelt es sich um Cannabinoide, chemische Botenstoffe, die im körpereigenen Endocannabinoid-System wirken und dort die eigenen Cannabinoide ergänzen und unterstützen können.

Quellen und weiterführende Links

Artikelbild: Nutlegal / Bigstock.com

 

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