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Cannabis in der Medizin in Israel – medizinisches Heilmittel CBD

Die Entwicklung der medizinischen Cannabisforschung schreitet unaufhaltsam voran. Spitzenreiter ist das Land Israel, welches bereits im Jahr 1963, unter der Leitung des Wissenschaftlers Dr. Raphael Mechoulam, aus den etwa 1000 Substanzen der Cannabispflanze das medizinisch wichtige Cannabidiol (CBD) isolierte.

Cannabis in der Medizin – Israel, CBD

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Ein Name, der im Zusammenhang mit der Cannabisforschung immer wieder fällt, ist Dr. Raphael Mechoulam. Der mittlerweile über 90-jährige, israelische Wissenschaftler machte bereits in den sechziger Jahren bahnbrechende Entdeckungen auf diesem Gebiet. Mechoulam brennt selbst im hohen Alter für seine Leidenschaft. Noch heute arbeitet er täglich in seinem Labor. Er veröffentliche unzählige Publikationen und widmete sein gesamtes Leben der Cannabisforschung. Seine Ergebnisse präsentierte er dem israelischen Gesundheitsministerium, welches im Jahr 1992 schließlich ein staatliches, medizinisches Cannabisprogramm einführte.

Seit April 2018 lassen sich etwa 35.000 Patienten im Rahmen eines Testprogramms mit medizinischem Cannabis behandeln. Seither können schwer kranke Menschen in 25 israelischen Apotheken medizinisches Cannabis in allen Formen kaufen. Cannabis ist in Israel keineswegs legal, so wie im Staat Colorado, USA. Es darf ausschließlich bei medizinischer Indikation verwendet werden. Den Zugang zu einer “Cannabis-Apotheke” erhält ein Patient nur mit der Genehmigung eines zertifizierten Mediziners.

Nicht jeder Patient möchte Cannabis rauchen. Zudem ist das Rauchen aus religiösen Gründen am Sabbat verboten. Somit wird der pflanzliche Wirkstoff ebenfalls in Form von Öl, Tabletten oder Salben ausgegeben. Allerdings entfaltet sich die Wirkung beim Rauchen bereits nach wenigen Minuten, wohingegen alternative Einnahmemethoden die Aufnahme im Körper verlangsamen. Öl oder Tabletten wirken etwa nach einer halben Stunde bis einer Stunde.

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Die internationale Cannabiskonferenz Cannatech

Saul Kaye, der charismatische, australische Gründer von iCan (Israel Cannabis), hat in weniger als fünf Jahren die Cannatech, die internationale Cannabismesse, aus verstaubten Hinterhofhallen Tel Avivs, in die Welt geholt. Den Startschuss zum neuen «Goldrausch» gab die Legalisierung des Konsums in den USA. In der Vergangenheit fand die Messe bereits in London, Sydney und Hongkong statt.

2019 führt die Welttournee in das schweizerische Davos, nach San Felipe, Panama und, im April 2019, wieder nach Tel Aviv. iCan als Ausrichter der Messe hat es sich auf die Fahnen geschrieben, die internationalen Vertreter der Cannabis-Welt zu vernetzen. Ziel ist es, Israel an die Spitze des Weltmarktes zu bringen.

Die Firma strebt an, Israel als technologischen Knotenpunkt der Weltwirtschaft zu etablieren und alle Nationen der Welt mit medizinischem Cannabis zu beliefern. Eine bahnbrechende Gesetzesänderung vom 27. Januar 2019 könnte dies ermöglichen.

Die israelische Regierung hat an diesem Datum die Genehmigung zum Export israelischer Cannabisprodukte in die ganze Welt erteilt. Auf diesen Beschluss warten über 70 israelische Firmen schon seit längerem. Innerhalb von sechs bis neun Monaten, sollen die Hersteller von medizinischem Cannabis nun die Freigabe zum Export erhalten. Die israelische Regierung erhofft sich zusätzliche Steuereinnahmen von umgerechnet 239 Millionen Euro.

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Kommt medizinisches Cannabis aus Israel auch nach Deutschland?

Seit März 2017 dürfen Vertragsärzte schwer kranken Menschen auch in Deutschland medizinisches Cannabis verschreiben. Voraussetzungen für eine Verschreibung sind, dass alle bisherigen Standardtherapien nicht zur Heilung geführt haben und der Einsatz von Cannabis erfolgversprechend ist.

Die gängigsten Cannabismedikamente auf dem deutschen Markt sind Sativex, Marinol und Canemes. Daneben werden auch Cannabisblüten und Cannabisextrakte mit CBD verschrieben. Bisher kommen die Pflanzen dafür aus Holland oder Kanada. Aber auch landeseigene Projekte sind im Gange. Voraussichtlich soll Cannabis aus deutschem Anbau ab 2020 zur Verfügung stehen. Im aktuellen Ausschreibungsverfahren haben 79 Bieter Angebote zum Anbau eingereicht.

Diese werden nun geprüft. In Deutschland wird Hanf zukünftig nur durch die staatliche Cannabisagentur angebaut und kontrolliert. Der Eigenanbau und der freie Konsum bleiben bis auf Weiteres verboten. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass auch Cannabis aus Israel den deutschen Markt erreichen wird. Denn den wissenschaftlichen und technologischen Vorsprung, den sich Israel über mehrere Jahrzehnte auf diesem Gebiet erarbeitet hat, können andere Länder nicht über Nacht einholen. Zudem sind die Produktionsbedingungen in Israel ideal. Es herrscht ein konstant mildes Klima und das Land zeigt eine stete Bereitschaft zur Innovation.

CBD-Öl mit Heilversprechen zu verkaufen ist in Deutschland nicht erlaubt. Es müssen noch mehr wissenschaftliche Studien erstellt werden, bis man dies öffentlich sagen kann/darf, daher sehen Sie diese Information nicht als Heilversprechen an und berücksichtigen Sie,dass die Wirkung/Hilfe eintreten kann, jedoch nicht gesetzlich versprochen werden darf & nicht garantiert ist.

Cannabis in der Medizin Israel – CBD, was ist Cannabidiol?

Der Wirkstoff Cannabidiol, kurz CBD ist weder giftig noch psychoaktiv. Das fand Dr. Raphael Mechoulam während seiner langjährigen Forschungsarbeit in Tel Aviv heraus. Im Gegensatz zum allgemein bekannten THC (Tetrahydrocannabinol) wirkt CBD weder berauschend, noch macht es süchtig. Cannabidiol wird aus der weiblichen Hanfpflanze “Cannabis sativa” gewonnen. Diese enthält 85 verschiedene Phytocannabinoide aus der Gruppe der Terpenphenole.

Bisher wurden diese Wirkstoffe in keiner anderen untersuchten Pflanze gefunden. CBD ist neben THC eines der wichtigsten Cannabinoide für den medizinischen Gebrauch. Es wird zur Behandlung vieler verschiedener Krankheitsbilder eingesetzt. CBD wirkt entkrampfend und entzündungs­hemmend.

Da es gleichzeitig auch brechreizlindern ist, wird es häufig begleitend in der Krebs-Chemotherapie verschrieben. Cannabidiol kann chronische Schmerzen lindern und Spastiken hemmen. Da CBD den Appetit anregt, wird es häufig bei HIV beziehungsweise AIDS bedingter Abmagerung und Appetitlosigkeit eingesetzt.

Es wirkt angstlösend und hat eine pharmakologische, antipsychotische Wirkung. Des Weiteren reduziert CBD die autoimmunen Entzündungsvorgänge des Diabetes Typ 1, steigert die Lebensqualität von Parkinson-Patienten und hilft bei der Rauchentwöhnung.

Patienten berichten von einer Verbesserung ihres Zustandes bei Schlafstörungen und anderen schweren Krankheiten wie Endometriose, Fibromyalgie, Arthritis, Alkoholismus, Multiple Sklerose, Schizophrenie, Depressionen, antibiotikaresistenten Infektionen und posttraumatischen Belastungsstörungen.

Aufgrund der antioxidativen Eigenschaften ist Cannabidiol in der Lage, Zellen und Erbgut vor negativen Belastungen zu schützen. Untersuchungen belegen, dass CBD das Krebswachstum hemmen kann. Auch wird möglicher Nutzen von CBD bei der Behandlung von Alzheimer-Erkrankten diskutiert.

Im Grunde können alle Arten von Schmerzen, beispielsweise Kopfschmerzen und sogar Migräne, mit Cannabidiol behandelt werden. Bei der Einnahme von CBD kann es zu leichten Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, niedrigem Blutdruck, trockenem Mund und einem erhöhten Tremor kommen. Gleichzeitig bestätigt die Weltgesundheitsorganisation aber die Unbedenklichkeit von CBD. Ebenso gibt sie an, dass CBD keine Abhängigkeit erzeuge.

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Cannabis in der Medizin – Israel, CBD – wie wirkt es?

Während der Forschungen an der Cannabispflanze, stießen die Wissenschaftler gleichzeitig auf ein bis dahin unbekanntes System in unserem Körper. Professor Allyn Howlett von der Saint-Louis-Universität (USA), konnte beweisen, dass Cannabinoide über körpereigene Rezeptoren wirken. Er nannte die spezifischen Vorgänge das “Endocannabinoid-System”. So verfügt der menschliche Körper über mehrere Cannabinoid-Rezeptoren. Die bekanntesten sind der CB1 und der CB2.

Man findet sie im zentralen Nervensystem und im Nervensystem des Darms. Dieses Endocannabinoid-System reguliert zentrale Körperabläufe. Es nimmt Einfluss auf die Leistung des Immunsystems, die Schmerzempfindung und die Entstehung von Ängsten. Zudem beeinflusst es die Stimmung, die Regulation des Appetits, des Schlafs und der Körpertemperatur. Doch nicht alleine die Entdeckung dieses Systems bemerkenswert. Vielmehr beeindruckt die Entdeckung, dass der Körper selbst in der Lage ist, Endocannabinoide zu bilden.

Es sind längst nicht alle Zusammenhänge erforscht, jedoch darf angenommen werden, dass das Endocannabinoid-System maßgeblich am Wohlergehen und an der Genesung im Krankheitsfall beteiligt ist.

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