Wie CBD bei Schlafstörungen helfen kann
CBD Schlafstörungen

Wie CBD bei Schlafstörungen helfen kann

Fakten

  • Rund 15 Prozent der Deutschen leiden unter Schlafproblemen.
  • Es gibt verschiedene Schlafstörungen, die auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sind.
  • Cannabidiol ist ein Phytocannabinoid, das auf natürliche Weise auch auf das Schlafverhalten Einfluss nehmen kann.

Schlafstörungen können das Leben auf vielfältige Weise beeinträchtigen. Zahlreiche Betroffene greifen oft zu Schlaftabletten, die jedoch genauso oft unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. Eine Alternative für Linderung der Schlafprobleme kann jedoch auch Cannabidiol (CBD) sein. Der Wirkstoff der Hanfpflanze kann auf natürliche Weise die Schlafqualität verbessern. Wie das gelingt, erklären die folgenden Zeilen.

Grundlegendes: Das ist eine Schlafstörung

Mal eine schlaflose Nacht gehabt – das macht noch lange keine Schlafstörung aus. Doch wenn sich die Probleme immer wieder zeigen, ist schnell von der Beeinträchtigung des nächtlichen Schlafs die Rede. In Deutschland leiden rund 15 Prozent aller Erwachsenen unter einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung. Schlafstörungen können viele verschiedene Ursachen haben: Stress und Sorgen auf der einen Seite, Störfaktoren wie Lärm auf der anderen. Aber auch Medikamente und eine mangelnde Schlafhygiene sind Auslöser.

Von Schlafmangel Betroffene wissen oft nicht immer, wie sie diesen Schwierigkeiten begegnen sollen, die immer gravierender werden, je länger sie anhalten. Wer unter Schlafstörungen leidet, fühlt sich oft auch tagsüber schlapp, müde und leistungsschwach. Manche begegnen dem mit viel Kaffee am Tag oder sogar ein bis zwei Nickerchen. Ein Teufelskreis beginnt – denn dadurch wird die Schlafstörung in der Nacht meist verstärkt, das Einschlafen fällt noch schwerer. Auch Medikamente und Schlafmittel haben Nebenwirkungen (Benommenheit und Müdigkeit am Tag). Emotionale, kognitive, physiologische und motorische Reaktionen sind die Folge, die wiederum den Schlaf weiter stören.

Gesunder Schlaf hat verschiedene Phasen

Optimale Erholung in der Nacht ist nicht nur auf die Schlafdauer zurückzuführen, sondern auch auf die Qualität der Schlafzyklen. Der menschliche Schlaf findet in verschiedenen Phasen statt. Insgesamt sind es fünf verschiedene Schlafphasen, die wir nachts durchlaufen – ein vollständiger Zyklus dauert 90 bis 110 Minuten.

  • Einschlafphase
  • Leichtschlaf
  • Tiefschlaf (NON-REM)
  • REM-Phasen
  • Aufwachphase

Manche Probleme zeigen sich in der Einschlafphase – einige können schlecht von Müdigkeit in den Schlaf wechseln. Andere Probleme gibt es in den Tiefschlafphasen. Das Aufwachen in der Mitte eines Schlafzyklus aufgrund verschiedener Faktoren trägt zu einer schlechten Schlafqualität bei.

Verschiedene Schlafstörungen

Schlafstörung ist dabei nicht gleich Schlafstörung. Generell wird unterschieden zwischen:

  • Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen (Insomnien)
  • verschiedene Arten von Tagesschläfrigkeit (Hypersomnien)
  • episodische Unterbrechungen des Schlafes (Parasomnien)
  • schlafbezogene Atmungsstörungen (z. B. das Schlafapnoe-Syndrom)
  • schlafbezogene Bewegungsstörungen (wie das Restless-Legs-Syndrom)
  • Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen
  • isolierte Symptome (Kurzschläfer)
  • andere Schlafstörungen

Die verschiedenen Formen können sich auch überschneiden und sind nicht immer vollständig voneinander abgrenzbar. Manche Betroffene leiden nicht nur unter Ein- und Durchschlafstörungen, sondern auch schlafbezogene Atmungsstörungen.

Insomnien

Darunter fallen Einschlafstörungen, Durchschlafprobleme, Erwachen am frühen Morgen oder chronisch nicht erholsamer Schlaf. Diese Störungen zählen zu den häufigsten Formen. Sie können durch psychische Belastungen ebenso ausgelöst werden wie durch Medikamente.

Hyperinsomnien

Bei dieser Form leiden Betroffene an starker Tagesmüdigkeit, obwohl sich der Schlaf in der Nacht nicht verringert hat. Dazu gehören unter anderem die Narkolepsie („Schlafkrankheit“) sowie Tagesschläfrigkeit aufgrund einer traumatischen Hirnschädigung. Eine Hyperinsomnie kann auch infolge von Missbrauch von Medikamenten oder anderen Substanzen auftreten.

Parasomnien

Dahinter verbergen sich episodische Unterbrechungen des Schlafs durch unterschiedliche Phänomene – wie beispielsweise Schlafwandeln, Albträume, nächtliches Stöhnen oder unbewusste Blasenentleerung während des Schlafs.

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Diese Störungen umfassen verschiedene Formen der Schlafapnoe. Dabei kommt es zu nächtlichen Aussetzungen der Atmung – der Schlafende hört oft für kurze Zeit auf zu atmen, ohne es meist zu bemerken.

Schlafbezogene Bewegungsstörungen

Eine häufige Form ist das sogenannten Restless-Legs-Syndrom (RLS). Aber auch andere periodische Bewegungsstörungen gehören dazu, ebenso wie Zähneknirschen.

Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen

Diese Störungen des Schlafs werden durch Zeitzonenwechsel (Jetlag), Schichtarbeit oder organische Erkrankungen ausgelöst. Aber auch Medikamenten- oder Substanzmittelmissbrauch. Sie führen zu Insomnien und Tagmüdigkeit.

Isolierte Symptome

Dazu zählen alle Phänomene, die wissenschaftlich noch nicht eindeutig eingeordnet werden können, ob sie normal oder krankhaft sind. Das betrifft beispielsweise Kurzschläfer, die weniger als fünf Stunden Schlaf brauchen oder auch Langschläfer, die mehr als zehn bis zwölf Stunden schlafen. Muskelzuckungen, gutartiges Schnarchen oder Sprechen im Schlaf werden ebenfalls dieser Kategorie zugeordnet.

Andere Schlafstörungen

Damit sind alle Schlafstörungen gemeint, die sich keiner Kategorie zuordnen lassen. Entweder sind sie noch unzureichend erforscht oder erfüllen Merkmale mehrerer Störungsformen.

Verschiedene Ursachen für Schlafstörungen

Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte sich auf Ursachenforschung begeben. Denn in manchen Fällen lassen sich äußere Faktoren leicht abstellen, um wieder gut durchschlafen zu können. Bei so manchen können Änderungen an der Schlafhygiene (Licht, Lärm, Raumtemperatur, anderes Bett) schon Abhilfe schaffen. Aber auch eine falsche Ernährungsweise oder Lebensstil können abgestellt werden. Andere Schlaflose haben schwerwiegender Ursachen.

Generell können folgende Ursachen Grund für eine Schlafstörung sein:

  • Stress
  • ungünstige Schlafbedingungen
  • psychische Erkrankungen (Angst, Depression, Schizophrenie)
  • organische oder neurologische Erkrankungen (unter anderem chronische Schmerzen, Krebs, Schilddrüsenüberfunktion, Parkinson, Demenz, Multiple Sklerose, und Epilepsie)
  • Medikamente
  • Legale und illegale Drogen

Symptome: Die Bedeutung des Schlafes für unsere Gesundheit

Durchschnittlich braucht der Körper 7,5 Stunden gesunden Schlaf pro Nacht, um gut zu funktionieren. Wird der Schlaf dauerhaft gestört, macht sich das körperlich bemerkbar. Kurz- oder langfristig treten bei zu kurzer Schlafdauer Leistungs- und Konzentrationsschwächen auf. Schläfrigkeit zeigt sich oft während des Tages, aber auch Kopfschmerzen, Gedächtnisprobleme und Essstörungen können Symptome für eine Schlafstörung sein. Zähneknirschen, Bewegungsstörungen der Gliedmaßen, Atmungsstörungen und Schlafwandeln sind weitere Anzeichen.

Ist der Schlaf dauerhaft gestört, zeigt sich das auf der psychischen Ebene auch mit schlechter Laune bis hin zu Halluzinationen oder ernsthaften Persönlichkeitsveränderungen. Körperlich können auch Muskelverspannungen, Blutdruckveränderungen und Verdauungsstörungen auftreten. Generell geraten bei andauernden Schlafproblemen sowohl der Stoffwechsel als auch Hormon-, Herz-Kreislauf- und Nervensystem durcheinander.

Cannabinoide und Schlaf: Warum CBD bei Schlafstörungen helfen kann

Wie beschrieben sind psychischer Stress und Alltagsprobleme oft ein Auslöser für Schlafstörungen. Gedankenkreise, Unruhe, Grübeln und Co sorgen oft für nächtliches Hin- und Herwälzen. Gerade in diesen Fällen kann der Griff zu Cannabidiol (CBD) Linderung bringen.

Das Cannabinoid ist ein Inhaltsstoff von Hanf. Es ist nicht psychoaktiv, hat jedoch andere, positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Dazu gehören unter anderem eine beruhigende und entspannende Wirkung. Das kann vor allem bei Einschlafproblemen helfen. Aber auch eine angstlösende und muskelentspannende Wirkung ist bei CBD die Folge. Zudem kann es Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen. Auch dies sind Auslöser für Schlafstörungen, die somit mit Cannabidiol reduziert werden können.

Die Auswirkungen von CBD auf den Schlaf

Phytocannabinoide wie CBD beeinflussen wie auch körpereigene Stoffe das menschliche Endocannabinoid-System. Dieses besteht aus verschiedenen Rezeptoren, die für unterschiedliche Reaktionen im Körper verantwortlich sind. Neben der Schmerzwahrnehmung ist dies auch die Schlafregulierung, aber auch Gefühle und Empfinden wie Angst werden über das Endocannabinoid-System gesteuert. Durch die Effekte auf die Rezeptoren kann Cannabidiol auch bei Schlafstörungen hilfreich sein, denn CBD kann:

  • den Schlaf von Angstpatienten verbessern
  • beruhigend wirken und so Gedankenkreise bremsen
  • bei Depressionen helfen und Schlaf dadurch verbessern
  • chronische Schmerzen lindern und das Schlafverhalten zu optimieren
  • die Beschwerden reduzieren, die durch die REM-Schlafverhaltensstörung ausgelöst sind
  • bei übermäßiger Tagesmüdigkeit helfen

CBD kann Schlafstörungen daher auf zwei Wegen lindern – einerseits durch die Verbesserung von Symptomen, die Schlafstörungen auslösen (z. B. Schmerzen, Angst, innere Unruhe) sowie durch die eigene entspannende und beruhigende Wirkung.

CBD hilft bei Stress als Ursache der Schlaflosigkeit

Cannabidiol hat eine beruhigende und entspannende Wirkung. Das kann hilfreich sein, wenn stressige Zeiten dafür sorgen, dass der Schlaf nicht gelingen will. CBD kann die innere Ruhe fördern, damit das körpereigene Schlafhormon Melatonin wieder besser für einen natürlichen Schlafrhythmus sorgen kann.

Wenn Angst und Depressionen den Schlaf rauben

Im Endocannabinoid-System wirkt CBD an den Rezeptoren, die auch für das Glückshormon Serotonin verantwortlich sind. Wissenschaftler sehen hier den Grund, warum CBD bei leichten Depressionen und Angststörungen für Besserung sorgen kann. Diese Linderung kann auch dem Schlaf zugutekommen.

Bei einer psychischen Erkrankung sollte jedoch unbedingt auch ein Arzt aufgesucht werden, um diese entsprechend zu behandeln.

Wenn Schmerzen für Schlafprobleme verantwortlich sind

Chronische Entzündungen und andere Krankheiten gehen oft mit zahlreichen Schmerzen einher, die nachts den Schlaf rauben. Hier kann CBD ebenfalls helfen, die Schmerzen zu mildern. Vor allem bei Kopf- und Rückenschmerzen kann das Cannabinoid hilfreich sein, aber auch bei schmerzbedingten Muskelverspannungen. Sind die Schmerzen besser, gelingt das Schlafen einfacher.

CBD an müden Tagen

In geringen Dosen gilt CBD auch anregend. Das kann helfen, wenn durch Schlafstörungen der Alltag während des Tages schwerfällt – Betroffene sind oft tagsüber müde. Mit CBD in niedriger Dosis kann dem entgegensteuert werden.

Die Studienlage zu CBD bei Schlafstörungen

Die Forschung steckt bezüglich Cannabidiol noch in den Kinderstudien. Jedoch gibt es bereits Studien, die auch die Wirkung von CBD auf den Schlaf untersucht haben. Diese Arbeiten zeigen, dass CBD bei Schlafstörungen helfen kann.

CBD gegen Angstzustände und Schlafstörungen bei psychiatrischen Patienten

Ein Forscherteam um Dr. Scott Shannon an der Universität in Colorado untersuchte, wie die Wirkung von CBD bei psychiatrischen Patienten gegen Angstzustände und Schlafstörungen ausfiel. Diese Ergebnisse wurden in einem klinischen Umfeld erzielt – ihnen wurden 25 Milligramm CBD täglich zusätzlich zu der üblichen Medikation verabreicht. 72 Probanden nahmen an der Untersuchung teil.

Innerhalb von 30 Tagen hatte sich bei fast 80 Prozent der Beteiligten die Angst verringert (79,2 Prozent), fast 70 Prozent von ihnen hatten zudem auch verbesserte Schlafwerte (66,7 Prozent). Das CBD wurde von ihnen gut vertragen und keine signifikanten Nebenwirkungen verzeichnet.

Verbesserter Schlaf durch Schmerzlinderung

Wie bereits beschrieben, können auch Schmerzen zu Schlafstörungen führen. Dieser Ursache widmete sich eine Rezension aus dem Jahr 2018, die Beweise aufführt, das CBD Schmerzen lindern kann. Die Autoren um Sonja Vučković von der Universität in Belgrad kamen auch zu dem Schluss, dass durch die Reduzierung chronischer Schmerzen der Schlaf verbessert werden kann.

Auswirkung auf Schlafzyklus von Parkinsonpatienten

Andere Untersuchungen haben aufgezeigt, dass Cannabidiol auch den Schlafzyklus beeinflussen kann. Wissenschaftler der Universität von Sao Paulo in Brasilien haben vier Patienten mit Parkinson untersucht, die unter einer REM-Schlafverhaltensstörung litten.

Bei den Betroffenen sind durch die Krankheit die normalen Schlafzyklen gestört, bei denen sich der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) und der NREM-Schlaf abwechseln. In der REM-Schlafphase entstehen meist Träume, jedoch werden die Gliedmaßen gelähmt. Parkinsonpatienten sind jedoch in dieser Phase dennoch fähig, um sich zu schlagen oder gewalttätige Träume auszuleben.

Die Untersuchung im Vorstudienstadium hat gezeigt, dass bei Dosen zwischen 75 und 300 Milligramm CBD den Patienten geholfen werden konnte. Auch ergab die Studie, dass niedrige Dosen Menschen wach halten können und den Schlafrhythmus nicht verändern. Dies könnte bei zirkadianen Störungen und Müdigkeit am Tag helfen.

CBD bei Tagesmüdigkeit

Das Cannabidiol die Wachsamkeit bei übermäßiger Tagesmüdigkeit helfen kann, hat eine weitere Studie aus dem Jahr 2014 ergeben. Diese Erkenntnisse wurden auf Basis von Human- und Tierforschung zusammengetragen. Eine weitere Überprüfung der Stand der Wissenschaft in Amerika ergab im Jahr 2017 ebenfalls, dass CBD Potenzial zur Behandlung übermäßiger Müdigkeit während des Tages aufweist. Wie und warum Cannabidiol die Wachsamkeit fördert – darüber sind sich die Autoren insgesamt jedoch noch uneins.

Die Vorteile von CBD gegenüber anderen Medikamenten

Viele Schlaflose greifen zu Medikamenten. Doch solche Präparate haben nicht immer den dringend notwendigen Erholungseffekt inklusive. Denn Schlaftabletten sind chemische Substanzen – der Schlaf wird künstlich herbei geführt. In diesen Fällen arbeitet das Gehirn nicht optimal, der Tiefschlaf wird nicht immer erreicht.

Andere Substanzen, zu denen gern gegriffen wird, verursachen unter Umständen auch Rauschzustände, die ebenfalls Nebenwirkungen haben können. Zudem besteht bei ihnen, wie auch bei anderen Medikamenten die Gefahr der Abhängigkeit. Durch zu häufige Einnahme können Nerven sich daran gewöhnen, für den Schlaf notwendige Botenstoffe nicht mehr zu produzieren. Die Folge ist ein gestörter Körperhaushalt, weitere unruhige und nervöse Zustände sind vorprogrammiert.

Dem gegenüber hat Cannabidiol entscheidende Vorteile: Es ist natürlich und ermöglicht auch Tiefschlafphasen. Es wirkt nicht psychotisch auf den Körper, was einen Kontrollverlust zur Folge haben könnte. Auch besteht hier keine Abhängigkeitsgefahr – der Organismus gewöhnt sich nicht an CBD. Der Wirkstoff der Cannabispflanze kann eine optimale Basis für einen erholsamen Schlaf legen, ohne in weitere Körperprozesse einzugreifen. Das macht auch eine Anwendung je nach Bedarf möglich.

CBD Wechselwirkung mit anderen Schlafmitteln

Generell gibt CBD als gut verträglich und wird so auch von der Weltgesundheitsbehörde WHO eingeschätzt. Eine Gefahr des Missbrauchs wird bei CBD nicht gesehen. Auch gelten mögliche Nebenwirkungen als selten und gering.

Jedoch können bestimmte Wechselwirkungen mit manchen Medikamenten, Schlafhilfen und Ergänzungsmitteln nicht ausgeschlossen werden. Dazu gehören beispielsweise andere beruhigende Medikamente oder Präparate, die von der Leber abgebaut werden. Wer zusätzlich zu solchen Medikamenten CBD verwenden will, sollte unbedingt einen ärztlichen Rat einholen.

Aber auch Nahrungsergänzungsmittel und Kräuter, die zur Förderung der Schläfrigkeit eingesetzt werden, können eine Wechselwirkung mit Cannabidiol haben. Auch hier sollte auf eine gleichzeitige Verwendung verzichtet werden, um eine übermäßige Schläfrigkeit zu verhindern. Zu diesen Mitteln zählen unter anderem:

  • Melatonin
  • Johanniskraut
  • Calamus
  • Katzenminze
  • Kalifornischer Mohn
  • Hopfen
  • Jamaikanisches Hartholz
  • Kava
  • L-Tryptophan
  • Sassafras

Tipps für die Anwendung von CBD bei Schlafstörungen

CBD-Produkte gelten als Nahrungsergänzungsmittel und ist frei verkäuflich. Es kann in verschiedenen Shops, in Apotheken, Drogerien und auch online erstanden werden. Dabei gibt es zahlreiche verschiedene Produkte – von Ölen über Kapseln bis hin zu Kaugummis. Welche bei Schlafstörungen am besten geeignet sind und wann der richtige Zeitpunkt für die Einnahme ist, erklären die folgenden Zeilen.

Welches Produkt bei Einschlafproblemen gut geeignet ist

CBD wird in verschiedenen Produkten angeboten. Die Kosmetikindustrie hat sogar Cremes und Salben längst entdeckt. Für die Verbesserung von Einschlafprobleme kommen jedoch folgende drei Formen am besten infrage.

CBD-Öle

Weit verbreitet sind CBD-Öle und Tinkturen, die vor allem in der Anwendung leicht sind. Diese Produkte haben in der Regel einen geringen Anteil an CBD (unterschiedliche Konzentrationen sind hier erhältlich). CBD-Öl kann einfach sublingual eingenommen werden – also unter die Zunge getropft werden, wo die Flüssigkeit einige Sekunden verweilen sollte. Dann wird das CBD über die Mundschleimhaut im Körper aufgenommen und direkt in den Blutkreislauf weitergeleitet. Die entspannende und beruhige Wirkung kann schon nach wenigen Minuten einsetzen.

Wer den Geschmack nicht mag, kann CBD-Öle auch leicht in Flüssigkeiten zugeben und diese trinken. Die Wirkungsdauer verzögert sich dadurch jedoch.

CBD-Kapseln

Eine weitere Möglichkeit sind CBD Kapseln. Sie werden wie andere Vitaminpräparate eingenommen. Das CBD gelangt dann durch den Verdauungstrakt in den Organismus, was zwar etwas mehr Zeit benötigt als bei der sublingualen Einnahme, jedoch aber auch eine längere Wirkungsdauer zur Folge hat. Daher sind CBD-Kapseln zur Verbesserung von Schlafproblemen besonders gut geeignet. Sie müssen jedoch frühzeitig genommen werden, damit der Körper genügend Zeit hat, das CBD vor dem Zubettgehen zu verstoffwechseln.

Inhalieren von CBD

CBD-Extrakte können auch inhaliert oder verdampft werden. Das Cannabidiol gelangt hierbei über die Lunge in den Blutkreislauf. Diese Methode ist eine der schnellsten und lohnt sich als Anwendung direkt vor dem Schlafengehen. CBD-Liquids können über eine E-Zigarette verdampft werden. Für das sogenannte Dabben (beispielsweise von CBD Blüten) braucht es jedoch einen kompatiblen Vaporizer.

In manchen Vollsprektrums-Produkten sind neben CBD auch Terpene aus der Hanfpflanze enthalten, die ebenfalls positiv auf das Schlafverhalten wirken können.

Wann und wie viel CBD bei Schlafstörungen genommen werden sollte

Der genaue Zeitpunkt, wann das CBD eingenommen werden sollte, hängt von der Einnahmeform ab. Kapseln brauchen länger, bis sich die Wirkung entfaltet. Generell wird jedoch empfohlen, dass CBD kurz vor dem Schlafengehen zu sich zu nehmen. Die Wirkung kann schon nach wenigen Minuten eintreten, aber auch bis zu einer halben Stunde auf sich warten lassen.

Bei der Dosierung gibt es keine pauschale Angabe. Denn jeder Mensch reagiert anders auf Cannabidiol. Das hängt unter anderem von körperlichen Eigenschaften (Gewicht, Stoffwechsel) ab. Zudem stellt sich hier die Frage, ob Ursachen für Schlafstörungen gelindert werden oder die beruhigende Wirkung von CBD allein ausreichen soll.

Wer CBD noch nicht ausprobiert hat, sollte generell mit einer geringen Dosis beginnen und gegebenenfalls diese steigern, bis die gewünschte Wirkung einsetzt. Eine Überdosierung ist fast ausgeschlossen, jedoch können Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten, wenn die Dosis zu hoch gewählt ist.

Folgende Tabelle kann ebenfalls eine Orientierungshilfe sein:

BeschwerdegradCBD-Dosis
Leichte Beschwerden2 x täglich 3 Tropfen, Erhöhung auf 5 Tropfen in der 2. Woche möglich, 5-prozentiges CBD-Öl
Schwere und vielfältige Beschwerden2 x täglich 3 Tropfen, ab der 3. Woche Erhöhung auf bis zu 3 x 5 Tropfen möglich, 5-prozentiges CBD-Öl
Schlafstörungen2 x täglich 3 Tropfen, 2- prozentiges CBD-Öl
Unruhezustände, Nervosität3 x täglich 3 Tropfen, 2- prozentiges CBD-Öl
Chronische Beschwerden2 x täglich 4 Tropfen, ab der 2. Woche Erhöhung auf 5 Tropfen möglich, 10- prozentiges CBD-Öl

Um die optimale CBD-Dosis zur Verbesserung von Schlafproblemen zu finden, empfiehlt es sich, ein Schlaftagebuch zu führen. Das kann Aufschluss und Orientierung geben, wann welche Dosis am besten gewirkt hat.

Zusammenfassung

Schlafprobleme wirken sich dauerhaft negativ auf die Gesundheit aus. Zahlreiche Medikamente haben jedoch auch Nebenwirkungen. Das Phytocannabinoid CBD kann hier auf natürliche Weise zu einer besseren Schlafqualität helfen, wie ersten Forschungsarbeiten bereits belegen.

Quellen und weiterführende Links

Artikelbild: stockasso / Bigstock.com

Florian Aprilia

Hi, ich bin Florian Aprilia, auf Grund der Erkrankung meines Vaters machte ich mich auf die Suche nach einem Nahrungsergänzungsmittel, das Lebensqualität schenkt. Sofort wurde ich auf CBD aufmerksam und begann mit einer intensiven Recherche & entschied mich nicht nur meinem Vater mehr Lebensqualität zu schenken, sondern auch noch vielen anderen. Mein Ziel ist es für jeden das hochwertigste Öl preiswert verfügbar zu machen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Silja Nathe

    Kann ich auch Hanfsamen kochen und essen?

  2. Florian

    Hallo Silja, leider kann das nicht den selben Effekt hervorrufen, in der selben Konzentration wie bei CBD-Öl. Falls du jedoch Hanfsamen der Cannabis Sativa L. aus Nutzhanf vorrätig hast, kannst du es natürlich selbst austesten. Wünsche dir alles Gute! Viele Grüße Florian

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