Kann man abhängig werden von CBD?
Kann man abhängig werden von CBD?

Kann man abhängig werden von CBD?

Fakten:

  • CBD erzeugt keine Freisetzung von Dopamin, das für Glücksgefühle verantwortlich ist und somit auch keine Entzugserscheinungen.
  • Es wirkt als Gegenspieler zu THC und kann wirksam bei bestehender Sucht eingesetzt werden, es kann auch hilfreich bei Krebstherapien verwendet werden.
  • CBD kann mit Medikamenten interagieren, deshalb ist es ratsam, sich vorher mit dem Arzt zu besprechen.

Es gibt eine wachsende Anzahl von Untersuchungen, die auf die Vorteile von CBD hinweisen. Studien haben gezeigt, dass CBD entzündungshemmende und unterdrückende Eigenschaften bei Anfällen wie Epilepsie hat und die Fähigkeit bietet, Angstzustände zu reduzieren. Länder auf der ganzen Welt verwenden mittlerweile CBD, solange der THC-Gehalt keine 0,2 Prozent übersteigt.

Trotz wachsender Akzeptanz und Anerkennung der potenziellen Vorteile von CBD bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich der Suchtfähigkeit des Cannabinoids. Dies kann auf eine Verwechslung zwischen dem nicht berauschendem CBD und dem psychoaktiven THC zurückzuführen sein, beides Cannabinoide, die aus der Marihuana-Pflanze gewonnen werden, jedoch mit unterschiedlicher Wirkung.

Aufgrund der Art und Weise, wie CBD mit Rezeptoren im körpereigenen Endocannabinoid-System interagiert, hat es keine psychoaktive Wirkung von THC.

Warum kann CBD nicht süchtig machen?

Cannabinoid-Verbindungen wie THC und CBD fügen sich in speziellen Rezeptoren in den Zellen und im Gewebe des Körpers ein. Diese Rezeptoren, CB1 und CB2 genannt, sind Teil eines riesigen Netzwerks von Neurotransmittern, die als Endocannabinoid-System (ECS) bekannt sind und dabei helfen, Körperfunktionen, wie Temperatur, Appetit, Verdauung, Schlaf, Gedächtnis, Stimmung und Schmerzen zu regulieren.

Die meisten Cannabinoide, einschließlich THC, die alle in Marihuana enthalten sind, beeinflussen die Rezeptoren CB1 (Gehirn) oder CB2 (Immunsystem) und produzieren einen hohen Wert. Obwohl CBD eines der Cannabinoide in Marihuana ist, liefert es keinen hohen Wert und macht auch nicht süchtig, da es die Rezeptoren nicht beeinflusst.

Unser Körper hat ein eigenes Endocannabinoid-System und CBD wirkt bei Störungen ausgleichend. Es kann nicht sein, dass wir nach einer natürlich hergestellten Verbindung des eigenen Körpers süchtig werden.

CBD wirkt ausgleichend auf das körpereigene Endocannabinoid-System und verursacht keine Sucht.

Studie mit einer sehr hohen Dosis von CBD

Eine Studie aus dem Jahr 2011 bestätigte die Unbedenklichkeit von CBD im Vergleich zu THC. Forscher fanden heraus, dass hohe CBD-Dosen von bis zu 1500 Milligramm pro Tag gut vertragen wurden. Im Vergleich zu THC beeinträchtigte CBD weder die motorischen, noch die psychischen Funktionen. Ebenso war die Herzfrequenz, der Blutdruck und Körpertemperatur unverändert.

Wie hoch darf der THC-Gehalt in CBD sein?

Da THC süchtig machen kann und zahlreiche CBD-Produkte unterschiedliche THC-Gehalte enthalten, kann die Frage, ob CBD-Öl süchtig macht, davon abhängen, woher das CBD stammt und wie hoch der THC-Gehalt ist. In den EU-Richtlinien wird klar definiert, dass der THC-Gehalt nicht höher als 0,2 % sein, um frei verkauft zu werden. Wenn der THC-Gehalt erhöht ist, wird es als Arzneimittel deklariert und ist nur durch ein Rezept erhältlich.

Der Anteil des THC von 0,2 % ist so gering, dass es durch die Höhe des CBD komplett neutralisiert wird und kein Rauschzustand entsteht. Es ist in Deutschland vollkommen legal erhältlich und wird als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Ebenso wird es in der Kosmetik verwendet. Alle Formen von CBD, wie Öl, Kapseln oder Kaugummi sind frei erhältlich.

Suchtmittel setzen Dopamin frei und wirken auf die Lustzentren im Gehirn, die abhängig machen können. CBD erzeugt keine übermäßige Freisetzung von Dopamin, so kann keine Euphorie entstehen, wie z. B. bei Nikotin oder anderen Rauschmitteln. Es wirkt ausgleichend auf die Neurotransmitter im Gehirn und bringt sie zurück auf ein normales Niveau.

Der THC-Gehalt von CBD darf in der EU den Wert von 0,2 % nicht übersteigen, da dies die Richtlinie für den freien Verkauf als Nahrungsergänzungsmittel darstellt.

CBD kann Cannabisabhängigkeit verringern!

Da Cannabis (mit hohem THC-Gehalt) süchtig machende Eigenschaften besitzt, kann es, wenn der Konsum beendet wird, zu Entzugserscheinungen bekommen, wie z. B. Angstzustände oder Schlafprobleme.

Paradoxerweise kann CBD genau bei diesem Problem hilfreich sein, denn es hat eine angstlösende Wirkung. In einer Studie erhielten Probanden 4 Wochen lang CBD, um die Entwöhnung von Cannabis zu erleichtern. Es nahmen 82 Personen teil, von denen ein Teil ein Placebo erhielt. Sechs Monate später hat die Gruppe, die CBD erhielt, nur noch 50 Prozent der gewöhnlichen Menge, des von Ihnen gerauchten Marihuana, konsumiert.

Da THC sich an die CB1-Rezeptoren im Gehirn bindet, führt diese Aktivierung dazu, ein Glücksgefühl auszulösen, was eine Sucht nach THC möglich macht. Da CBD ein Gegenspieler der CB1-Rezeptoren ist, entsteht eine Blockade für die Bindung von THC und eine Anbindung ist daher nicht möglich. Es kann also die psychoaktive Wirkung von THC neutralisieren und das Verlangen eingedämmt werden.

Ein weiterer Vorteil zur Behandlung mit CBD bei Suchterkrankungen liegt vor allen Dingen darin, dass CBD aus einer natürlichen Pflanze gewonnen wird und nicht chemisch hergestellt wird. Im Gegensatz zu Methadon, das bei Heroinsucht oder Morphinsucht zum Einsatz kommt, wirkt CBD nicht psychoaktiv und wie bereits vorher erwähnt, macht es nicht abhängig. Methadon hingegen hat ebenfalls suchtbildende Eigenschaften.

CBD wird aus Pflanzen gewonnen, ist nicht psychoaktiv und ein Gegenspieler zu THC. Es kann die Wirkung von THC neutralisieren.

CBD kann nicht überdosiert werden

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bestätigt, dass der Konsum von CBD nicht abhängig macht und nur geringe Nebenwirkungen hat. (Müdigkeit, Mundtrockenheit). Selbst in hohen Dosen ist es unbedenklich. Die Experten der WHO bestätigten, dass CBD von Menschen und auch von Tieren gut vertragen wird und weder eine körperliche noch psychische Abhängigkeit entsteht.

Hat CBD Nebenwirkungen?

Aus den wenigen durchgeführten klinischen Studien sind keine schlüssigen schwerwiegenden Nebenwirkungen hervorgegangen. Verfügbare Ergebnisse gibt es bei dem zugelassenen CBD-Medikament gegen Epilepsie bei Kindern sichtbar. Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 18 Jahren bekamen 14 Wochen lang hohe tägliche CBD-Dosen, die 1360 mg entsprachen, mehr als normalerweise in einer ganzen Flasche CBD-Öl zu finden ist.

Nebenwirkungen, die am häufigsten auftraten, waren:

  • Müdigkeit
  • Verminderter Appetit
  • Magen-Darm-Probleme
  • Veränderte Leberenzyme

Die meisten Patienten hatten in den ersten Wochen Nebenwirkungen, da die Dosierung schnell erhöht wurde. Sie ließen nach, als sich die Dosierung stabilisiert hatte oder die Dosis verringert wurde.

Wenn Sie CBD einnehmen und eine dieser Nebenwirkungen auftritt, sollten Sie versuchen, die Dosis wieder zu verringern oder eventuell auch eine andere Art von Produkt ausprobieren.

CBD kann Wechselwirkungen mit Medikamenten erzeugen!

Bisherige Untersuchungen haben gezeigt, dass CBD im Allgemeinen sicher ist und keine bzw. nur sehr geringe Nebenwirkungen hat. Aber es gibt eine Einschränkung: CBD hat das Potenzial mit einigen Medikamenten zu interagieren. Es ist daher wichtig, dass Sie sich vor der Einnahme von CBD mit Ihrem Arzt besprechen, wenn Sie Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente einnehmen.

CBD-Öl kann mit bestimmten Medikamenten interagieren, einschließlich einiger Medikamente zur Behandlung von Epilepsie. CBD hemmt ein Enzym namens Cytochrom P450 (CYP450), das bestimmte Medikamente zur Metabolisierung verwenden. Durch die Störung von CYP450 kann CBD entweder die Toxizität erhöhen oder die Wirksamkeit dieser Arzneimittel verringern.

CBD kann Wechselwirkungen mit Medikamenten haben. Vor der Einnahme sollten Sie sich mit Ihrem Arzt besprechen.

Zusammenfassung

Die Wirkung von CBD mit oft mit der Wirkung von THC verglichen. Jedoch erzeugt CBD im Gegensatz zu THC keinen Rauschzustand und auch nicht süchtig. Es kann unbedenklich als Nahrungsmittelergänzung eingenommen haben und hat kaum Nebenwirkungen. Jedoch sollten Sie sich mit Ihrem Arzt besprechen, da es Wechselwirkungen mit Medikamenten haben kann.

Fakten und weiterführende Links

Artikelbild: Tinnakorn / Bigstock.com

Florian Aprilia

Hi, ich bin Florian Aprilia, auf Grund der Erkrankung meines Vaters machte ich mich auf die Suche nach einem Nahrungsergänzungsmittel, das Lebensqualität schenkt. Sofort wurde ich auf CBD aufmerksam und begann mit einer intensiven Recherche & entschied mich nicht nur meinem Vater mehr Lebensqualität zu schenken, sondern auch noch vielen anderen. Mein Ziel ist es für jeden das hochwertigste Öl preiswert verfügbar zu machen.

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