Was ist der Unterschied zwischen CBDA und CBD?
Unterschied CBDA und CBD

Was ist der Unterschied zwischen CBDA und CBD?

Fakten

  • CBDA gilt als die saure Vorstufe von CBD.
  • CBDA hat ebenfalls positive Wirkungen auf den Körper.
  • CBD entsteht durch eine Decarboxylierung von CBDA.

Laut der heutigen Forschungen kennen Wissenschaftler mehr als 480 verschiedene Wirkstoffe aus der Cannabispflanze. Rund 80 der Wirkstoffe findet man ausschließlich in der Hanfpflanze, weshalb man sie auch als Cannabinoide bezeichnet. Die Wirkungsweise sowie die Häufigkeit ihres Vorkommens ist bei den Cannabinoiden sehr unterschiedlich.

Was genau ist CBDA?

Die bekanntesten Cannabinoide der Cannabispflanze sind CBD und THC. Das Phytocannabinoid THC wirkt psychoaktiv auf den Menschen. CBD wirkt nicht psychoaktiv und überzeugt durch eine Vielzahl von positiven Eigenschaften auf en menschlichen Organismus. CBDA gilt als der Vorläufer des Cannabidiol und soll daher auch näher betrachtet werden.

CBD vs. CBDA

Beschäftigt man sich mit Cannabidiol (CBD) stößt man unweigerlich auch auf das CBDA. Vielfach kommt hier die Frage auf, um es sich dabei nicht um ein und dieselbe Substanz handelt oder worin die Unterschiede liegen. Hier sei zum einen erklärt, dass die Wirkstoffe der Cannabinoide aus CBD und CBDA nur in der Cannabispflanze vorkommen. Beschäftigt man sich näher mit Cannabis bzw. Hanf, dann kennt man das CBD, welches in vielen Produkten vorkommt, die man käuflich erwerben kann. Anders sieht dies bei CBDA aus, denn diese Substanz ist den meisten Usern unbekannt.

Bei der sauren Form sprechen Experten auch von der azidischen Form bzw. der Vorstufe von CBD. Das „a“ in CBDA steht also in diesem Fall für „acid“ und bedeutet nichts anderes als Säure. Wächst die Cannabispflanze produziert sie nur CBDA. Somit ist CBDA die natürlich vorkommende Form von CBD innerhalb der unbehandelten Hanfpflanze.

Was versteht man unter Decarboxylierung?

Selbst wenn CBD in der Vergangenheit schon ausreichend erforscht wurde, stößt man auch heute noch auf neue Erkenntnisse, was wiederum zu weiteren Wirkungsweisen des Cannabinoids führt. CBDA wird in der Forschung als inaktiv bezeichnet und fand daher bis heute wenig Beachtung, da es mehr oder weniger unerforscht blieb. Erst vor relativ kurzer Zeit wuchs das Interesse daran, dass man Cannabispflanzen auch entsaften kann – die Rede ist hier von kalt pressen. Im Rahmen dessen kam man zu neuen Ergebnissen, die belegen, dass man CBDA in vielen Bereichen anwenden kann, was wiederum die Rohform des Cannabidiols so interessant macht.

CBDA ist die saure Vorstufe von CBD. Die Wirkstoffe von CBDA (Cannabidiolsäure) können durch Erhitzen aktiviert werden, weshalb es gerne zum Rauchen, Verdampfen, Vapen, Backen und Kochen genutzt wird. Durch das Erhitzen kommt es zu einer Decarboxylierung des CBDA in die aktive Variante CBD.

Im Übrigen wird das THCA durch Erhitzung ebenfalls in das bekannte THC umgewandelt. THCA (Tetrahydrocannabinolsäure) ist ebenfalls nicht psychoaktiv.

CBD und CBDA wirken entzündungshemmend

Die beiden Wirkstoffe der Hanfpflanze haben eine Gemeinsamkeit, sie sind nicht-psychoaktiv und erzeugen daher keinen Rauschzustand. Leider gibt es bisher noch zu wenig Studien, um zu beurteilen, inwieweit die Wirkungsweisen der beiden Inhaltsstoffe übereinstimmen oder worin sie sich unterscheiden. Bei der Erforschung der beiden Stoffe wurde jedoch klar, dass CBDA durchaus Entzündungen hemmen kann.

Des Weiteren wurde klar, dass es zu einer Minderung des Wachstums von Krebszellen durch CBDA kommt. Jedoch ist die Aussagekraft dieser Ergebnisse in Bezug auf die Zellen bisher noch fragwürdig – mit Sicherheit kann jedoch gesagt werden, dass die Wirkungskraft von CBD deutlich höher ist als die der sauren Vorstufe CBDA.

Letzteres kann durch eine Studie des britischen Arztes McAllister gestützt werden. Seine Studie belegte die unterschiedlichen Wirkungen der Cannabinoiden (CBD, CBDA, THC und CBG) bei der Bekämpfung von Brustkrebs. THC und CBD scheint die Zellen, die für Krebs verantwortlich sind, hemmen und gar toten zu können. Das größte Potenzial erzielt CBD, während CBDA das Schlusslicht bei der Erforschung bildete. Die unbedeutenden Effekte bei der Zellviabilitäts-Assay führten jedoch dazu, dass man dem Molekül nie großes Interesse entgegenbrachte. Dennoch gehen Forscher davon aus, dass CBDA beim Entourage-Effekt vielversprechend mitwirkt.

Mit CBDA werden die guten Eigenschaften des Cannabinoids in Aussicht gestellt, um damit u.a. chronische Entzündungen zu behandeln. Somit könnte durch weitere Studien die Bedeutung von CBDA stetig wachsen. Eine Studie von 2013 beweist, dass CBDA einen nachweisbaren Effekt auf eine Besserung bzw. auch Hemmung bei Übelkeit und Erbrechen durch die Nachwirkungen einer Chemotherapie hat.

Sicherlich wirkt nach heutigem Stand der Forschung CBD am effektivsten bei Entzündungen, aber auch CBDA hat hier einen Anteil, den man nicht außer Acht lassen sollte. CBDA ist zwar nicht besser als CBD, aber besser als THC bei der Blockierung des COX2-Enzyms, welches sich nach einer Entzündung bildet. Entscheidend soll hier der saure Faktor des CBDA sein.

Die gemeinsame Wirkung von CBD und CBDA

Die beiden Substanzen wirken auf die TRPA1 und TRPM8 Rezeptoren im menschlichen Körper und haben somit Einfluss auf das Schmerzempfinden. CBDA wirkt somit antipsychotisch und schmerzlindernd ähnlich wie CBD. Ebenfalls wurde herausgefunden, dass beide Substanzen auf die Serotonin-Rezeptoren wirken und bei Angstzuständen vielfach Anwendung finden.

Das CBD soll mit dem Endocannabinoid-System des Menschen interagieren. Jedoch darf man nicht vergessen, dass man CBD nur erhält, wenn das Cannabinoid mittels Extraktion und Aktivierung aus der Hanfpflanze herausgelöst wird.

Vermutlich wird man CBDA in Zukunft auch bei anderen Erkrankungen wie Epilepsie oder Angstzuständen einsetzen.

Welche Produkte mit CBDA kann man kaufen?

Derzeit gibt es kaum Produkte mit CBDA auf dem Markt. CBDA ist jedoch enthalten

  • in einigen Vollspektrum-Cannabinoid-Produkten
  • CBD-Ölen
  • Hanföl

Legt man Wert auf die Substanz CBDA, dann sollte man beim Kauf eines CBD-Produktes auf einen hohen Gehalt an CBDA achten. Integriert man das Hanfsamenöl in seinen Alltag, kann man durchaus von mehr Lebensqualität profitieren. Hanfsamenöl kann vielseitig verwendet werden.

Nimmt man cannabinoidhaltige Produkte bei Beschwerden oder bei Krankheiten ein, kann es zu Wechselwirkungen mit einem anderen Arzneimittel oder zu Nebenwirkungen kommen. Aus diesem Grund sollte man vor der Einnahme mit seinem Arzt sprechen. Dieser wird auch festlegen, wie viel Tropfen man von den Extrakten einnehmen soll.

Zusammenfassung

Es ist nicht leicht, etwas zum Unterschied von CBD und CBDA zu sagen. Sicher ist bisher nur, dass CBDA vermutlich die schwächere Wirkung als saure Vorstufe des beliebten CBD hat. Auch wenn hier nur eine Reihe von Studien fehlen, kann davon ausgegangen werden, dass auch in Zukunft der Fokus der Forscher auf CBD liegen wird.

Artikelbild: grejak / Bigstock.com

Schreiben Sie einen Kommentar